Die Geschichte

Es begann mit meinem ersten Labrador
Seit meiner Ankunft auf der Mühlebene von Ramosch im Jahr 1992 hat sich mein Leben stetig verändert. Mehr und mehr dreht sich – neben meiner Familie – alles um «meine» Tiere. Zusammen mit den beiden Töchtern, Constanze und Elvira, begleitet von meiner ersten Labradorhündin Tonja bezogen wir unser neues Zuhause, das Waldheim in Ramosch. Im grossen und prächtigen Haus, in dieser ruhigen alpinen Umgebung war der Wunsch nach einer eigenen Labrador-Zucht bald einmal geboren.
Im Jahr 1995 durfte ich den ersten Wurf aufziehen. Meine zweite Hündin, Daisy gebar am 6. Dezember acht gesunde Welpen. Es kamen weitere Zuchthündinnen dazu und die Schar der Hundefreundinnen und -liebhaber, welche in meinem Haus ein- und ausgingen nahm stetig zu. Da ich immer mehr meiner ehemaligen Welpen auch während der Ferienzeit bei mir aufnahm, wurde der Platz bald einmal zu eng.

Das Tierferienheim entsteht
In enger Zusammenarbeit  mit den befreundeten Tierärzten (Dres. med. vet. Dieter Frölich, Zürich, Georg Brosi und Men Bischoff, Sent) und Frau Anna Denoth entstand die Idee zum Bau eines professionellen Tierheimes.
Am 24. Dezember 1996 konnten Anna Denoth und ich unser Tierheim eröffnen.
In der Zeit zwischen 1996 und 1998 absolvierte ich zudem die Ausbildung zur eidg. dipl. Tierpflegerin und erhielt ein Jahr später vom Kanton Graubünden die Bewilligung, Lehrlinge auszubilden.

Die ersten Findelkinder
Schon kurz nach der Eröffnung des Betriebs wurde ich mit dem Problem von heimatlosen und ausgesetzten Tieren konfrontiert. Der erste Fall war eine an einen Baum gebundene, trächtige Hündin. Ich holte sie, gab ihr Zuwendung, ein Dach über dem Kopf und war bei ihr, als sie drei Wochen später sechs gesunden Welpen das Leben schenkte. Wir nannten sie: «die sechs Kummerbuben». Nach zehn Wochen hatte ich für die Welpen ein zu Hause gefunden, die Mutter verliess mich ein paar Monate später, um ihrem neuen Besitzer viel Freude zu machen.

Die Anfragen häuften sich. Da gab es fünf Cocker Spaniels, verwahrlost, in erbärmlichen Zustand, dann ein streunender Hund, eine Katze, wieder eine trächtige Hündin, ein Wurf Katzen, Zwergkaninchen, Meerschweinchen....  Die Tiere taten mir ganz einfach leid. Ich liess diese besonderen Geschöpfe tierärztlich versorgen, pflegte und umsorgte sie und integrierte sie in meine Gästeschar, um ihnen ein möglichst soziales und artgerechtes Umfeld zu bieten.

Es ist mein Lebenswerk
Die neue Aufgabe erfüllte mich mit einer ganz besonderen Zufriedenheit. Gleichzeitig aber wurde mir bewusst, dass der Betrieb diese kostspielige Gästeschar nicht mehr alleine tragen konnte. Die Auslagen für ärztliche Versorgung (Impfungen, Kastration etc.), die Unterbringung, das Futter und nicht zuletzt die Personalkosten waren enorm angestiegen.
Was mit einzeln verteilten Einzahlungsscheinen für meine Waisenkinder begann, mündete im Jahr 2008 in der Gründung der Stiftung «Pro bes-chas orfnas, Ramosch».

Herzlichen Dank
Den vielen grosszügigen Spenderinnen und Spendern möchte ich an dieser Stelle noch einmal von ganzem Herzen für ihre Hilfe danken. Ohne ihr Zutun könnten wir die Hilfe nicht leisten, welche diese Tiere dringend benötigen.

Die Zukunft gehört der Stiftung
Was bescheiden begann, hat sich inzwischen zu einem kleinen Unternehmen entwickelt. Ferienheim und Stiftung, Hundeschule und Labrador-Zucht sind vier eng miteinander verbundene Einheiten. Persönlich möchte ich in Zukunft meine Zeit vermehrt der Stiftung widmen. Diese Tiere, so habe ich während der vielen Jahren gelernt, brauchen unsere Unterstützung, unsere Liebe und Hilfe ganz besonders.
Auf Grund der neuen Tierschutzverordnung wird man uns vermehrt Hunde ins Heim bringen, da wartet gesellschaftspolitisch und auch kynologisch eine Menge Arbeit auf uns. Aus Überzeugung nehmen wir übrigens nur Hunde und Katzen aus der Schweiz entgegen.

In der Person von Antje Holdorf habe ich eine kompetente Stellvertreterin für den Betrieb gefunden. Sie ist Leiterin der Hundeschule von A-Z und vertritt mich bei Abwesenheit im Tierferienheim. Mich werden Sie nach wie vor immer wieder im Heim antreffen können. Vor allem aber möchte ich die Stiftung und ihr Anliegen zu den Menschen tragen. Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen.